Internet

Für Kinder, Teenies und Jugendliche gehört das Internet zum alltäglichen. Es ist immer da, es ist nützlich, macht Spaß und macht immer neue Dinge möglich. Die junge Generation geht auch anders mit Ihren Daten um, sie sehen Vorteile darin Information preis zu geben, damit sich Angebote und Möglichkeiten Ihren Vorlieben anpassen, gleichgesinnte treffen und finden kann und wahrgenommen wird.

Wir heute Erwachsenen sehen darin mehr die Gefahr, den Verlust unserer Daten und unserer Selbstbestimmung. Dies kann zu Konflikten führen, bei denen es wichtig ist, dass sich beide Seiten mit der jeweils anderen auseinandersetzen. Ich persönlich denke es gibt hier keine richtig oder falsch, sondern wenn man einige wichtige Grundregeln beachtet - die gemeinsam erarbeitet werden müssen - nur persönliche Vorlieben.

Um hier einen guten Weg zu finden ist es zunächst von Bedeutung, dass Kinder nicht zu früh eigene - nicht begleitete - Erfahrungen machen. Starten Sie nicht mit dem Internet bevor Ihre Kinder lesen können und starten sie gemeinsam. Nehmen Sie sich Zeit und bereiten sich vor, damit sie ihr Kind einführen und nicht umgekehrt. Je mehr sie die Vorbildfunktion und die nicht autoritäre Führung übernehmen, desto mehr wird sich ihr Kind auch bei Fragen und unangenehmen Begegnungen im Internet an sie wenden.

Wenn möglich installieren Sie Kinder-Schutz-Software, wenn ihre Kinder mal ohne Begleitung ins Internet gehen (z.B. bei fragfinn.de) , aber beachten Sie dies ich bei älteren Kindern und Jugendlichen kein vollständiger Schutz. Auch das einrichten Kindgerechter Startseiten und Lesezeichen kann eine Hilfe sein um den Einstieg der Kinder zu erleichtern. Wenn möglich beginnen Sie mit einem "Familiencomputer", also einem Gerät das in der Familie gemeinsam genutzt wird. Achten Sie auf aktuellen Schutz des Rechners, installieren Sie Antivirensoftware und regelmäßig, einmal im Monat, alle Sicherheitsupdates.

Je mehr die Kinder selbständig ins Internet gehen umso wichtiger wird es, das sie gemeinsam begonnen haben. Wenn sie jetzt mit Kontrollen und vielleicht sogar mit Verboten Einfluss nehmen wollen, bekommt das Thema eine für die Kinder so hohe Bedeutung, dass Heimlichkeit, bei Freunden surfen und das nicht einbeziehen der Eltern die Folgen sind. Bleiben Sie mit Ihren Kindern im Dialog, bleiben Sie selber am Ball, schauen Sie mal mit Ihren Kindern gemeinsam bei Facebook, Skype oder dem Schulforum vorbei. Wenn es Ihnen gelingt dabei nicht kritisch mit den Kindern umzugehen, sondern sachlich auf Themen hinweisen - z.B. "Na, ob das Bild in 10 Jahren auch noch lustig ist?" und zeigen dann vielleicht noch ein "echtes Foto" auch Ihrer Jugend das Ihnen heute vielleicht auch nicht mehr lustig vorkommt, dann erreichen sie mehr als mit allen Diskussionen, Verboten und Strafen zusammen. Reden Sie regelmäßig mit Ihren Kindern über die Erfahrungen die sie im Internet machen und tauschen sie sich mit den Kindern aus - auch über ihre eigenen Erfahrungen mit dem Internet. Früher oder später wissen ihre Kinder mehr über das Internet und die technischen Möglichkeiten als sie, dann lernen sie von und mit ihren Kindern und bauen das Vertrauen weiter aus. Geben Sie Ihre Lebenserfahrung und bekommen den spielerischen Wissensvorsprung ihrer Kindern im Austausch zurück.